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DDR light - das neue KiföG für MV |
Geschrieben von: Robert Zilm
Donnerstag, 08. Juli 2010
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Zum neuen Kindertagesförderungsgesetz, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Mecklenburg und Vorpommern Nico Völker:
„Das neue Kindertagesförderungsgesetz zeugt vom staatsgläubigen Gesellschaftsbild der Sozialministerin Schwesig, in dem die Bevormundung der Eltern die Lösung der Bildungsprobleme herbeiführen soll. Dies widerspricht aber nicht nur der Auffassung der Jungen Liberalen, sondern auch unserem Grundgesetz.
Die Erziehungskompetenz liegt eindeutig bei den Eltern und darf nicht durch das KiföG ausgehebelt werden. Wir dürfen uns nicht einbilden, dass der Staat eine bessere Erziehung leisten kann als die Eltern. Wir können ein familiäres Umfeld nicht ersetzen, sondern nur unterstützen. Es ist wichtig, dass die Erziehungsvorstellungen der Eltern die maßgebliche Grundlage für die Betreuungszeit in der Kita bilden. Dazu muss vor allem die Arbeit zwischen Fachkräften und Eltern deutlich ausgebaut werden. Die Fachkräfte brauchen nicht nur ausreichend Zeit für die Kinder, sonder auch für die Eltern um einen ge Erziehungsweg beschreiten zu können. Für die Beurteilung der Kinder durch die Fachkräfte ist die Individualität eines jeden einzelnen Kindes maßgebend. Kinder dürfen nicht nach ihren Defiziten betrachtet werden, sondern müssen nach Ihren Stärken und Begabungen gefördert werden.
Das falsche Gesellschaftsbild der Sozialdemokraten spiegelt sich auch im Einsatz der zusätzlichen finanziellen Mittel der Landesregierung wieder. Anstatt den Personalschlüssel konsequent zu senken um den Kindern eine wirkliche individuelle Förderung zugute kommen zu lassen, werden vermeintliche Defizite herausgepickt und gesondert gefördert. Dass, die damit verbundene Gleichsetzung von Hartz-IV-Empfängern mit sozialer Schwäche nicht nur wissenschaftlich falsch ist, sondern am Ende zum Nachteil der Kinder wirkt, da diese den Defizitstempel schon mit dem ersten Tag in der Kita aufgedrückt bekommen, ignorieren die Sozialdemokraten dabei wissentlich. Solch ein Gesetz ist den Kindern unseres Landes nicht würdig und bevormundet die Eltern in einer unerträglichen Art und Weise.“
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